Am 27. Oktober 2010 wurde zwischen der Schweiz und Deutschland die Absichtserklärung für Verhandlungen über ein neues Steuerabkommen unterzeichnet. Gemäss einer Medienmitteilung des Bundesrates soll über eine einmalige rückwirkende und über eine zukünftige reguläre Abgeltungssteuer abgestimmt werden. Das würde heissen, dass einerseits eine einmalige Nachbesteuerung von undeklarierten Geldern aus der Vergangenheit erfolgend würde und andererseits eine wiederkehrende Quellensteuer auf alle zukünftigen Erträge aus Kapitalien in der Schweiz erfolgt.

Die Abgeltungssteuer würde von der Schweiz anonym an das deutsche Finanzamt überwiesen werden, so dass das schweizer Bankgeheimnis erhalten bleibt. Die bisherigen Vermögen und zukünftigen Erträge wären dabei steuerlich abgegolten, somit "weissgewaschen", und müssten in Deutschland nicht mehr deklariert werden.

Ein interessantes PDF-Dokument mit Fragen und Antworten zur Abgeltungssteuer in der Schweiz finden Sie hier


Wie wirkt sich die Abgeltungssteuer zwischen der Schweiz und Deutschland aus?

Zum einen werden Konten bei Schweizer Banken aufgelöst und Schweizer Luxus-Immobilien damit erworben. Dies, weil sich der Immobilienkauf steuerdiskret durchführen lässt und die Immobilie nach 10 Jahren steuerfrei verkauft werden kann. Daher befürchtet man in der Schweiz, deutliche Preiststeigerungen bei hochwertigen Immobilien.

Zum anderen, was die weit grösseren Summen betreffen, wandert das Geld von der Schweiz nach Asien oder Dubai. Es wird bereits berichtet, dass Grossbanken in Hong Kong, Singapur und Dubai massiv aufrüsten, um dem erwarteten Anstrum gewachsen zu sein. Laut dem Bankenexperten der Schweizerischen Volkspartei Hans Kaufmann, wurden in den ersten 8 Monaten des vergangenen Jahres bereits eine Summe von 62 Mrd. Franken auf diese Weise abgezogen.

 

Abgeltungssteuer in %

Die geplante Abgeltungssteuer sieht vor, dass die anhand der Altgelder pauschal errechneten Kapitalerträge der letzten 10 Jahre (herangezogene Rendite 3% p.a.) mit einem leicht höhren Satz als jene der deutschen Abgeltungssteuer (30% oder 35%) besteuert werden. Es könnte zudem auch noch ein tieferer Pauschalsteuersatz (15%) für noch ätltere Diskretgelder zur Anwendung kommen. Diese Abgaben würden von den Banken automatisch belastet und einkassiet. Bankkunden die dies nicht möchten, hätten die Wahl zwischen einer Meldung an die deutsche Steuerbehörde und der Saldierung des Depots. bzw. Kontos.

Diese Aktion würde der deutschen Staatskasse einmalig rund 40 Mrd. CHF sowie künftig 200 bis 300 Mio. CHF an Abgeltugngssteuern einbringen.

 

Da die Verhandlungen mit Deutschland noch im vollen Gange sind, werden wir Sie hier in unserem Blog und auf Twitter sowie Facebook über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

 

Sind Sie selbst von der Abgeltungssteuer betroffen? Haben Sie Fragen zur Abgeltungssteuer? Wünschen Sie eine unverbintliche Beratung? Wir beraten Sie gerne und arbeiten gemeinsam eine geeignte, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Lösung, aus. Kontaktieren Sie uns unter der Nummer +41 (0)55 410 38 10 oder per E-Mail.

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